Achtsamkeitsübung Steinturm

Achtsamkeit durch große Sommerpause schulen

Was bedeutet Achtsamkeit?

Achtsamkeit heißt für mich: Auf EINE Sache konzentrieren, die mir JETZT gerade AM WICHTIGSTEN ist. Keine Ablenkungen. Nicht immer gleichzeitig, z.B. essen, Emails checken, Musik hören und dabei in Gedanken ganz wo anders sein.

„Eins nach dem anderen“. Das mag früher schon schwierig gewesen sein, in unserer vernetzten Welt scheint es nicht mehr umsetzbar. Oder doch?

Achtsamkeit durch große Sommerpause schulen

Nutzen wir doch die Sommerpause dafür, uns wieder etwas mehr für das ETWAS WENIGER zu sensibilisieren.

Natürlich darf das Handy im Urlaub nicht fehlen. Fotos, Videos und Grüße an die Lieben daheim muss einfach sein. Aber immer und überall? Oder kann ich zwischendurch mal den Flugmodus einlegen? Reicht es, wenn der Partner für den einen Tag die Erinnerungsfotos schießt und ich einfach mein Mobiltelefon im Hotelzimmer „vergesse“. Oder traue ich es mir tatsächlich zu bewusst abzuschalten? Und nur ich bestimme, wann in dieser Sommerpause der Ein-Knopf gedrückt wird.

Große Pläne – für die vermutlich 14 Tage Ferien nicht ausreichen. Aber schauen wir einmal zurück. Noch in den späten 80ern und frühen 90ern sah die Arbeitswelt anders aus. Nahezu alle großen und kleinen Betriebe fuhren die Produktivität im August massiv herunter. Stillstand – zur Ruhe kommen, damals ging das noch, weil die Erwartungshaltung der Menschen eine andere war. Heute dulden wir keine Downtime mehr. Aber warum?

Wir von MaMaJu haben uns dazu von Anfang an Gedanken gemacht. Wir wollen nicht mehr zurück in die vermeintlich gute alte Zeit, aber aus ihr lernen. Große Sommerpause – das ist unser Ziel!

Helfen wir zusammen! Fahren wir die Erwartungen herunter! Auf das, was wir nicht verzichten wollen, legen wir uns ein Polster/einen Vorrat an. Unser so entstandenes Mehr an Zeit können wir sinnvoll nutzen, um im Leben weiterzukommen.

Wie wäre es da mit dem Ausprobieren von mehr Achtsamkeitsregeln im Alltag?

Achtsamkeit im Alltag – MaMaJu‘s Favoriten

  1. Single-Tasking: eins nach dem anderen
  2. Atmen: es beruhigt, sich auf seinen Atem zu konzentrieren
  3. Digitales Fasten: nicht bewusst ausschalten, sondern bewusst EINSCHALTEN ist das Ziel

Fazit:

Auf das Thema Achtsamkeit bin ich durch einen humorvollen Krimi gestoßen – nicht der schlechteste Weg, sich anzunähern.

Über eine konsequentere Sommerpause nachzudenken, drängt sich meiner Ansicht nach immer mehr auf. Wer von uns hat nicht das Gefühl unermüdlich im Hamsterrad zu laufen? Einfach mal vier Wochen den Stecker ziehen – denkt darüber nach! Gegenargumente gibt es viele, ich weiß.

MaMaJu will mit gutem Beispiel voran gehen. Deshalb gewähren wir im Juli 21% auf alles – ein Rabatt, der Euch hilft die Vorratskammern voll zu machen. Im August gibt es den gleichen Rabatt, fürs Warten, weil die Auslieferung sich ab und an verzögern kann. SOMMER21 – nutzt den Code im Shop und habt eine tolle Auszeit.

Viele Grüße,

Eure Margot

Eisenhaltige Lebensmittel

Eisenversorgung für Vegetarier und Veganer

Das Spurenelement Eisen ist in unserem Körper für den Sauerstofftransport im Blut sowie eine funktionierende Immun- und Gehirntätigkeit zuständig. Fehlt uns Eisen, fühlen wir uns müde, wirken blass und leiden unter Kopfschmerz und Schwindel. Auch raue Haut, rissige Nägel, stumpfes Haar sowie ein heller Stuhlgang können auf einen vorliegenden Eisenmangel im Blut hinweisen.

Wollen wir diesen Mangel erst gar nicht entstehen lassen, raten uns Ernährungsexperten zum Verzehr von dunklem Fleisch wie Wild und Rind oder Fisch. Darin ist das vom Körper besonders gut aufzunehmende Hämeisen enthalten.

Da bleibt für die Vegetarier und Veganer unter uns wenig Spielraum, oder?

Eisenaufnahme in der vegetarischen oder veganen Ernährung

Zum Glück versorgen uns zahlreiche pflanzliche Quellen mit Nicht-Hämeisen. Es wird vom Körper zwar grundsätzlich in kleineren Mengen aufgenommen, mit ein paar Tricks kann der Vegetarier oder Veganer die pflanzliche Eisenaufnahme jedoch erhöhen:

  1. Zeitgleich zu eisenhaltigen Lebensmitteln sollte Vitamin-C- und Beta-Carotin-reiches Obst und Gemüse gegessen (oder in Form von Saft auch getrunken) werden.
  2. Der Konsum von Tee, Kaffee, Milch, Rotwein (Taninne) oder Cola (Phosphat) hemmt die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung. Hier lieber zeitlich versetzt genießen!
  3. Nicht nur einmal am Tag eisenreiche pflanzliche Lebensmittel auf den Speiseplan setzen, sondern am besten über den Tag verteilt immer wieder kleinere Mengen zu sich nehmen. Abwechslungsreich essen hilft!
  4. Schwefelhaltige Substanzen aus Zwiebeln, Knoblauch und fermentierte Speisen wie Sauerkraut, Sojasauce, Tofu und andere helfen bei der Eisenaufnahme aus rein pflanzlicher Nahrung.

Eisenspeicherung im Körper

Nicht nur ein Mangel an Eisen kann zum Problem werden. Auch eine Überversorgung mit Eisen ist kritisch zu sehen. Der menschliche Körper ist nicht effektiv in der Lage zu viel aufgenommenes Eisen auszuscheiden, sondern speichert Übermengen aus dem Verzehr von Fleisch/Fisch oder einer Übersupplementierung in Organen ab. Dies wirkt toxisch.

In Pflanzenkost sowie Milch und Eiern vorkommendes Nicht-Hämeisen richtet sich mehr danach wie voll die körpereigenen Eisenspeicher bei der Nahrungsaufnahme sind. Ein Zuviel an Eisen aus rein pflanzlicher Ernährung ist deshalb nicht zu befürchten.

Wo ist es drin, das gute Eisen?

Achtung an alle Pflanzengenießer! Hier solltet Ihr zugreifen:

Vollkorngetreide (Haferflocken, Hirse, Amaranth, Quinoa), Hülsenfrüchte (Linsen, Sojabohnen, Kichererbsen, weiße Bohnen), dunkelgrünes Blattgemüse (Spinat, Mangold, Grünkohl, Petersilie, Basilikum), Nüsse (Pistazien, Mandeln, Hasel- und Walnüsse) und Samen (Leinsamen, Sesam, Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Pinienkerne).

Fazit:

Eisen geht dem Körper durch den Verlust von Blut verloren, weshalb Frauen vor der Menopause besonders oft an einer Eisenunterversorgung leiden.

Außerdem besonders häufig betroffen: Schwangere, Stillende. Zudem kann die Einnahme von Medikamenten, ein erhöhter Alkoholkonsum oder bereits vorliegende Erkrankungen im Magen- und Darmbereich die Eisenabsorption verringern. Ein Thema also, über das sich viele von uns Gedanken machen sollten.

Was ich persönlich tue? Essen – und zwar am besten den Regenbogen, also abwechslungsreich.

Zum Frühstück mein neues Superheldenmüsli, vollgepackt mit Haferflocken, Sesam und Kürbiskernen, die nur so vor Energie strotzen. Seht Euch im Shop um, da ist es bald erhältlich!

Oder ein frisches Vollkornbrot bestrichen mit Hummus oder meinem hausgemachten Gemüseaufstrich aus Bohnen mit Chili und viel Petersilie. Mmh!

Meine Kinder locke ich mit Haferkeksen oder Nüssen, gerne auch fein vermahlen in nicht zu süßen Gebäckstücken. Da besteht keine Gefahr sich an übergroßen Kernen zu verschlucken. Und wer sagt schon Nein zu einem frisch duftenden Nussschneckerl?

Kaffee und Wein genieße ich weiterhin, aber bewusst und nicht ständig und in Übermengen. Und was ist Euer Plan?

In diesem Sinne… ran ans Eisen und guten Appetit!

Viele Grüße,

Eure Margot

Veganer Rührtofu

Rezepte zu veganen „Ei-Gerichten“ mit Kala Namak Salz

Weltbester Frühstücks-Rührtofu, vegan paniertes Gemüse oder vegane Spätzle – hier geht’s zu den tollen Rezepten mit KALA NAMAK!

Im MaMaJu Shop gibt es unser stylisches KALA NAMAK aus Indien im hochwertigen Korkenglas! Das Salz ist ein toller Weg Ei-Geschmack in deine Speisen zu zaubern – und das rein pflanzlich!

Und die passenden Rezepte und Ideen liefern wir natürlich auch dazu:

Weltbester Frühstücks-Rührtofu (für 2-3 Deftig-Frühstücker)

300 g Naturtofu

150 ml Pflanzenmilch (z.B. Hafermilch)

2 EL Kichererbsenmehl

2 EL Speisestärke

2 EL Hefeflocken

2 TL Kurkuma

1 TL KALA NAMAK Salz

Salz & Pfeffer                                → mit dem Schneidstab pürieren

1 kleingeschnittene Zwiebel      → unterrühren

1 EL Pflanzenöl                            → in einer Pfanne erhitzen, Rührtofumasse 6 – 8 Minuten anbraten, nach der Hälfte der Zeit in

Stücke zupfen und wenden

 

Vegane Spätzle – MaMaJu’s style (für 3-4 Schwaben oder Auswärtige)

300 g Dinkelmehl Type 1050 (Weizen und helles Mehl sind auch okay)

100 g Dinkel- oder Weizengrieß

4 EL Sojamehl

1 TL Salz

Je ¼ TL gemahlener Pfeffer, Kurkuma und KALA NAMAK Salz

Ca. 400 ml Mineralwasser        → alle Zutaten in einer Schüssel und mit einem Holzlöffel zu einem relativ weichen Teig

verschlagen

2 EL Rapsöl                                    → Einen Topf mit Salzwasser aufkochen lassen und dann den Teig portionsweise mit einem

Spätzlebrett hineingeben. Spätzle aufkochen lassen, bis sie oben auf schwimmen. Mit einem

Schaumlöffel in eine mit Rapsöl ausgefettete Schüssel geben und warm genießen.

 

Vegane Gemüsepanade – MaMaJu’s style (Grundrezept)

2 EL Dinkel- oder Weizenmehl

6 EL Wasser

1/2 TL Salz

Je ¼ TL gemahlener Pfeffer, süßes Paprikapulver und KALA NAMAK Salz

getrocknete Kräuter (nach Geschmack, z.B. Thymian, Oregano, Majoran etc.)

→ alle Zutaten in einer Schüssel mit der Gabel vermischen

Gemüse, z.B. Zucchini                  → Gemüse waschen und in Scheiben schneiden

4 EL Semmelbrösel                      → Gemüsescheiben zuerst in der Mehlmischung, dann in den Semmelbröseln wälzen

4 EL Rapsöl                                    → paniertes Gemüse in einer Pfanne mit reichlich Rapsöl von beiden Seiten ausbacken und auf

Küchenpapier abtropfen lassen. Heiß genießen!

 

Fazit:

Wenn ich bei einem Rezept früher Eier verwendet hätte, greifen meine Finger heute im Gewürzregal automatisch zu KALA NAMAK und Kurkuma. Mit einem ¼ TL von beidem macht ihr nie etwas falsch und bekommt farb- und geschmacklich immer ein tolles Ergebnis.

Viele Grüße,

Eure Margot

Kala Namak Salz, Rot gelbes Etikett mit Korkdeckel von MaMaJu

Kala Namak – Salz mit Ei-Aroma

Das Kala Namak Salz stammt aus Indien oder Pakistan, wo es ursprünglich in der ayurvedischen Küche Anwendung findet. Obstsalate, aber auch Würzsoßen wie Chutneys oder Raitas werden mit dem rosafarbenen Salz verfeinert. Trotz dessen Färbung nennt man das Kala Namak auch Schwarzsalz. Warum? Das weiß wohl niemand so recht.

Kala Namak wird traditionell hergestellt, indem man Steinsalz mit Harad-Samen (den Früchten des Terminalia Chebula-Baumes) verkocht. So entsteht ein Salz, dass schwefelig riecht und ein eiähnliches Aroma in die damit gewürzten Speisen bringt.

Der Geruch des Salzes ist recht streng, doch sollte man sich davon nicht abschrecken lassen. Der Ei-ähnliche Geschmack in den zubereiteten Lebensmitteln ist sehr viel dezenter und fein am Gaumen. Also keine Angst!

Gesundheitlicher Aspekt

Das Kala Namak Salz stellt bei einer bestimmungsgemäßen Verwendung in der Küche keine gesundheitliche Gefahr dar. Dies ergab eine Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) aus dem Jahr 2003. Untersucht hat man dies, weil im Kala Namak Spuren von Schwefelwasserstoff vorkommen. Doch wie immer gilt: die Dosis macht das Gift😊. Beim Kala Namak ist der enthaltene Schwefelwert so gering, dass er noch nicht einmal auf der Verpackung gekennzeichnet werden muss. Kein Grund zur Sorge also!

Einsatz in der Veganen Küche

Vegan oder nicht – immer mehr Menschen reduzieren ihren täglichen Konsum an tierischen Produkten – ob aus gesundheitlichen oder ethischen Gründen.

Aber ganz ohne Ei? Was jetzt?

Beim Backen kennt man viele pflanzliche Alternativen, um die Eigenschaften der Eier im Teig zu ersetzen. Zum Lockern von Teigen dienen Backtriebmittel, als bindendes Element findet z.B. Apfelmus oder Banane Anwendung. Die schöne Gelbfärbung lässt sich durch Zugabe von Kurkuma erzielen.

Beim Imitieren des Eigeschmacks hilft aber nur eins: Kala Namak Salz.

Fazit:

Als vegan lebender Mensch macht es mir Freude gewohnte Geschmäcker aus meiner Kindheit nachzubauen. Zwar ist der Geruch des Salzes recht streng, die gewürzten Speisen schmecken jedoch nur mild nach Ei.

Zum Frühstück einen herzhaften Tofu, der in Geschmack und Konsistenz dem Rührei sehr ähnlich ist – mmh! Auch in rein pflanzlichen Quiches und Kuchen lässt sich dank Kala Namak ein Hauch Ei-Aroma zaubern. Das bringt Abwechslung auf den Tisch und leistet einen Beitrag zum Schutz von Tier und Umwelt.

Wer Lust bekommen hat ein neues Geschmackserlebnis zu kreiiren: im Shop gibt es unser stylisches MaMaJu-Kala Namak Salz aus Pakistan – im hochwertigen Korkenglas!

Und die passenden Rezepte liefern wir natürlich auch dazu: Rührtofu und vegane Spargel-Kartoffel-Quiche… – stay tuned und schaut was da noch alles kommt😊.

Viele Grüße,

Eure Margot

Pinot Noir aus Deutschland

Pinot Noir aus Deutschland – ein Crashkurs

Deutschland ist beim Rotwein vor allem für reife Spätburgunder (alias Pinot Noir) bekannt. Was es darüber zu wissen lohnt? Wir klären auf!

Faktencheck zum Pinot Noir

Der Spätburgunder zählt zu den leichteren Rotweinen, besitzt eine moderate Säure und oft duftige Aromen.

Sie sehen ein blasses Granatrot? Sie riechen Cranberry, Kirsche, Himbeere oder gar Gewürznelke und Champignon? Herzlichen Glückwunsch! Sie haben eine beeindruckende Nase – und womöglich einen fruchtigen Pinot Noir im Glas.

Apropos Glas, dieses sollte in Ihrem Fall ein bauchiger Kelch sein. Dort sammeln sich dank einer größeren Weinoberfläche mehr Aromen.

Und die Temperatur? Raumtemperatur ist dem Spätburgunder zu warm. Entweder Sie verfügen über einen kalten Keller (13 – 16°C) oder sie stellen die Flasche ein bis zwei Stunden vor dem Genuss aus dem Kühlschrank.

Reich an Tanninen ist der deutsche Pinot Noir eher nicht, d.h. er hinterlässt kaum dieses ledrige, trockene Gefühl auf der Zunge wie man es von lange in Eichenfässern ausgebauten Weinen kennt. Deshalb schmeckt er auch hervorragend, ohne etwas dazu zu essen.

Aber zu welchen Speisen passt er denn überhaupt, der Pinot Noir? Generell geht der Spätburgunder besonders gut zu Pilzgerichten. Auch Gerichte, die mit exotischen Gewürzen (Anis, Kurkuma, Ingwer, 5-Spices, Szechuanpfeffer, Safran, Kreuzkümmel) zubereitet sind, finden in ihm einen hervorragenden Flavour-Pairing-Partner. Wer Käse schätzt, kombiniert den Pinot Noir gern zu nussigen Vertretern (Brie, Comté, Gruyère, Havarti, Mascarpone, Mozzarella, Ricotta, Emmentaler). Dem individuellen Geschmack sind selbstverständlich keine Grenzen gesetzt.

Und der Alkoholgehalt? Pinot Noir liegt umdrehungstechnisch eher im mittleren Bereich, zwischen 11,5 und 13,5 Vol.-%.

Fazit:

Für mich als Rotweintrinkerin ist der Pinot Noir aus Deutschland eine echte Entdeckung. Entmutigt von ein paar geschmacklichen Enttäuschungen mit Dornfeldern, habe ich jahrelang zu den Roten aus Italien und Spanien gegriffen – auch wenn mir kurze Wege für meine Lebensmittel eigentlich wichtig sind.

Im deutschen Spätburgunder habe ich nun eine echte Alternative gefunden, die Spaß macht und keine weite Reise hinter sich hat. Und das Beste: ich habe meinen Lieblingswein in Bio-Qualität gefunden, sogar rein pflanzlich produziert. Wer auch Lust darauf hat: im Shop gibt es mehr davon!

Viele Grüße,

Eure Margot

Sulfite im Wein

Enthält Sulfite – Weinwissen Teil 1

Wir kennen es alle – dreht man die gute Flasche Wein um 180°, erscheint unten auf dem Etikett der verstörende Hinweis: enthält Sulfite. Aber was soll das bedeuten? Und ist das schädlich?

Grundsätzlich: nein. Schon seit der Antike wird Schwefeldioxid in der Weinherstellung als Konservierungsmittel eingesetzt. Dieser Stoff arbeitet sowohl in Weiß- als auch Rotweinen gegen alle Feinde, die dem guten Tropfen zu Leibe rücken wollen.

Schwefel wirkt antioxidativ, d.h. er hält Sauerstoff vom Wein fern und kämpft so dagegen an, dass der Wein kippt. Das Verhindern der Oxidation trägt auch zu einer längeren Haltbarkeit des Weines bei.

Die Sulfite haben obendrein antimikrobielle Vorzüge, d.h. unerwünschte Mikroorganismen (Bakterien, Pilze) die dem Geschmack des Weines schaden könnten, werden in Schach gehalten.

Gibt es Wein ohne Sulfite?

Nein! Schwefeldioxid ist ein natürliches Stoffwechselprodukt der Hefen, die im Wein für die alkoholische Gärung sorgen. Deshalb ist Schwefel in jedem Wein vorhanden, wenn auch in geringen Mengen von bis zu 30 Milligramm pro Liter. Um die oben genannten Vorteile (antioxidativ, antimikrobiell) richtig auszuschöpfen, geben die Winzer vor und nach der Gärung sowie vor Abfüllung des Weins in Flaschen zusätzlich Schwefel zum Rebensaft. Doch dank hoher Hygienestandards und Fortschritten im Weinkeller, die den Kontakt des Weines mit Sauerstoff minimiert haben, kann zunehmend weniger Schwefel im Produktionsprozess eingesetzt werden. So kommt es in den meisten Weinen im Mittel nur noch auf Schwefelkonzentrationen von etwa 100 bis 150 Milligramm pro Liter. Als Faustformel gilt: Je trockener der Wein ist, umso weniger Sulfite werden benötigt.

Sulfite im Wein – Ist das schlecht für mich?

Schwefel ist – je nach Menge – natürlich ein Gift. Ein gesunder Mensch reagiert allerdings erst ab rund 1.000 Milligramm Sulfit mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Durchfall. Rechnerisch heißt das, ab einem Genuss von über zehn Flaschen Wein wird es kritisch. Aber vermutlich dürften dann die Sulfite nicht mehr der Hauptgrund zur Besorgnis sein😊

Dass Sulfite im Wein für die leider manchmal auftretenden Kopfschmerzen am Folgetag verantwortlich sind, ist ein Märchen. Tatsächlich wirkt Schwefel im Wein dem Kopfschmerz entgegen, denn er bindet das Gärungsnebenprodukt Acetaldehyds, dem Kopfschmerzverursacher Nummer eins.

Beispiel gefällig? Der beliebte Federweißer ist so jung, dass er zum Genusszeitpunkt immer noch gärt und kaum Schwefel enthält. Kopfschmerzen am nächsten Morgen sind hier allerdings leider vorprogrammiert, einfach, weil in ihm zu viel ungebundenes Acetaldehyd vorkommt.

Warum müssen Sulfite auf dem Weinetikett angegeben werden?

Seit dem Jahr 2005 müssen sämtliche allergieverdächtigen Inhaltsstoffe, die in Lebensmitteln enthalten sind, auf der Verpackung gekennzeichnet werden. Dazu zählen auch Sulfite bzw. Schwefeldioxid, wenn sie in einer höheren Konzentration als 10 Milligramm pro Liter Wein enthalten sind. Dieser Hinweis dient den wenigen Personen, die an einer echten Schwefelallergie leiden und bereits auf kleinste Mengen mit Erbrechen, Atemnot und einem Absacken des Blutdrucks reagieren.

Fazit:

So beängstigend die Warnung „enthält Sulfite“ klingt, ist sie gar nicht. Wie so oft im Leben macht die Dosis das Gift. Bei einem verantwortungsvollen Konsum eines anständig produzierten Weines, egal ob weiß oder rot, muss uns das Schwefeldioxid darin keine Angst machen. Und wem jetzt nach einem regionalen Bio-Wein ist, darf gerne in unserem Shop vorbeischauen:-)

Viele Grüße,

Eure Margot

Wintersonne

Vitamin D: Hol Dir die Sonne in Dein Winterherz

Erster Schnee, Weihnachtslichter in der Dunkelheit und der Duft frisch gebackener Plätzchen – so richtig vermisse ich die endlosen Sommertage auf meiner Terrasse noch gar nicht. Mein Körper aber schon. Er sehnt sich nach dem Sonnenvitamin D wie die schwangere Frau nach der Essiggurke während sie gerade am Schokolebkuchen mümmelt.

Der menschliche Körper produziert eigenständig Vitamin D, ausreichend UVB-Sonneneinstrahlung vorausgesetzt. Leider scheint die Sonne in Deutschland nur 6 Monate im Jahr stark genug, um uns Menschen ausreichend zu versorgen – von April bis September. In dieser Zeit sollten wir die Mittagssonne nutzen. Kleidung und Sonnencreme behindern die UVB-Strahlungsaufnahme zusätzlich. Mein Rat: Sucht nach einem guten Mittelweg, dann ist auch der Hautarzt eures Vertrauens nicht entsetzt.

Künstliche Sonne im Winter?

Der Besuch eines Solariums ist keine gute Lösung. Zwar saugt euer Körper hier UVB-Strahlung auf, bekommt aber auch krebsfördernde UVA-Strahlung ab, sogar bis zu 10mal mehr als in der normalen Sonne. Also besser nicht!

Kann man da was essen?

Jein. Es gibt wenige Lebensmittel, die uns Menschen mit Vitamin D versorgen. Dazu zählen Lebertran (iihh) und einige Fische wie Heringe (ohh). Für alle Vegetarier/Veganer könnten mit UV-Licht bestrahlte Pilze eine gute Vitamin D-Quelle ergeben. Tests sind positiv verlaufen, doch leider gibt es die Pilze noch nicht im Handel zu kaufen.

Was nun?

Um nicht auf das für Knochengesundheit, Immunsystem und Muskeln so wichtige Vitamin D zu verzichten, fallen mir zwei Lösungen ein:

  1. Nach Rio de Janeiro auswandern. Da ist die Sonne ganzjährig stark genug, um uns ausreichend zu bescheinen. Oder:
  2. Von Herbst bis ins nächste Frühjahr supplementieren wir das fehlende Vitamin. Wer keine Tabletten schlucken will, kann ganz unkompliziert Tropfen einnehmen, die sogar rein pflanzlich (vegan) angeboten werden. Da freut sich die Leber vom Tran, oder so ähnlich!

Wieviel Vitamin D braucht mein Adonis-bzw. Aphrodite-Körper?

Die Empfehlungen für eine optimale Vitamin D-Zufuhr variieren ziemlich stark. Für Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren empfiehlt der D-A-CH-Referenzwert (Deutschland/Österreich/Schweiz) pro Tag 800 IE (internationale Einheiten). Alternative Zufuhrempfehlungen sprechen von bis zu 2.000 IE. Faktoren wie die Einnahme bestimmter Medikamente, Übergewicht und zunehmendes Alter können den individuellen Bedarf sogar noch erhöhen.

Mein Fazit:

Kein Vitamin D ist auch keine Lösung. Ich habe mir vegane Vitamin D3 Tropfen besorgt. Sobald es Pilze gibt, die zur Versorgung dienen, steige ich um. Denn ich liebe Pilze….

Viele Grüße,

Eure Margot

 

Und falls Ihr noch nach einem passenden Winterpunsch sucht (ganz ohne Vitamin D, leider), dann habe ich noch eine schnelle Rezeptidee als Video für Euch!