Pinot Noir aus Deutschland

Pinot Noir aus Deutschland – ein Crashkurs

Deutschland ist beim Rotwein vor allem für reife Spätburgunder (alias Pinot Noir) bekannt. Was es darüber zu wissen lohnt? Wir klären auf!

Faktencheck zum Pinot Noir

Der Spätburgunder zählt zu den leichteren Rotweinen, besitzt eine moderate Säure und oft duftige Aromen.

Sie sehen ein blasses Granatrot? Sie riechen Cranberry, Kirsche, Himbeere oder gar Gewürznelke und Champignon? Herzlichen Glückwunsch! Sie haben eine beeindruckende Nase – und womöglich einen fruchtigen Pinot Noir im Glas.

Apropos Glas, dieses sollte in Ihrem Fall ein bauchiger Kelch sein. Dort sammeln sich dank einer größeren Weinoberfläche mehr Aromen.

Und die Temperatur? Raumtemperatur ist dem Spätburgunder zu warm. Entweder Sie verfügen über einen kalten Keller (13 – 16°C) oder sie stellen die Flasche ein bis zwei Stunden vor dem Genuss aus dem Kühlschrank.

Reich an Tanninen ist der deutsche Pinot Noir eher nicht, d.h. er hinterlässt kaum dieses ledrige, trockene Gefühl auf der Zunge wie man es von lange in Eichenfässern ausgebauten Weinen kennt. Deshalb schmeckt er auch hervorragend, ohne etwas dazu zu essen.

Aber zu welchen Speisen passt er denn überhaupt, der Pinot Noir? Generell geht der Spätburgunder besonders gut zu Pilzgerichten. Auch Gerichte, die mit exotischen Gewürzen (Anis, Kurkuma, Ingwer, 5-Spices, Szechuanpfeffer, Safran, Kreuzkümmel) zubereitet sind, finden in ihm einen hervorragenden Flavour-Pairing-Partner. Wer Käse schätzt, kombiniert den Pinot Noir gern zu nussigen Vertretern (Brie, Comté, Gruyère, Havarti, Mascarpone, Mozzarella, Ricotta, Emmentaler). Dem individuellen Geschmack sind selbstverständlich keine Grenzen gesetzt.

Und der Alkoholgehalt? Pinot Noir liegt umdrehungstechnisch eher im mittleren Bereich, zwischen 11,5 und 13,5 Vol.-%.

Fazit:

Für mich als Rotweintrinkerin ist der Pinot Noir aus Deutschland eine echte Entdeckung. Entmutigt von ein paar geschmacklichen Enttäuschungen mit Dornfeldern, habe ich jahrelang zu den Roten aus Italien und Spanien gegriffen – auch wenn mir kurze Wege für meine Lebensmittel eigentlich wichtig sind.

Im deutschen Spätburgunder habe ich nun eine echte Alternative gefunden, die Spaß macht und keine weite Reise hinter sich hat. Und das Beste: ich habe meinen Lieblingswein in Bio-Qualität gefunden, sogar rein pflanzlich produziert. Wer auch Lust darauf hat: im Shop gibt es mehr davon!

Viele Grüße,

Eure Margot

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